Bubble Chair
Hersteller:
Adelta
Bubble Chair by Eero Aarnio 1968
Basierend auf der Idee des
Kugelsessels, der selbstverständlich auch von Eero Aarnio entworfen wurde, ist
der ,,Bubble Chair" eine klare Reduktion dieses Entwurfs. Wie Ludwig Mies van
der Rohe bereits so treffend sagte: ,,Weniger ist mehr." Und der Bubble Chair
ist ein wahres Meisterwerk der Reduktion!
Der Designer des Bubble Chairs äußert sich so: ,,,,Nachdem ich den Ball Chair
- den Kugelsessel - entworfen hatte, wollte ich mehr Licht in den Innenraum
bringen und so kam ich auf die Idee einer transparenten Kugel, in die das Licht
aus allen Richtungen hineinströmen kann. Das einzige Material, das dafür in
Frage kam, ist Acryl, welches erhitzt wird und ähnlich wie eine Seifenblase in
Form geblasen wird. Da ich wusste, dass Lichtkuppeln für Dächer mit Hilfe dieser
Technik hergestellt werden, nahm ich Kontakt zu einem Hersteller von
Lichtkuppeln auf und fragte, ob es technisch möglich sei, eine Blase zu blasen,
die größer und runder als eine Halbkugel ist. Die Antwort war ja. Ich ließ also
einen Stahlring herstellen, die Acryl-Blase wurde geblasen, Kissen wurden
hineingegeben und der Sessel war fertig. Und der Name lag klar auf der Hand:
Bubble - Blase."
,,Es gibt einfach keine überzeugende Möglichkeit einen möglichst
durchsichtigen Fuß an einen Stuhl anzubringen", erklärt Eero Aarnio. Und so
kommt es zu dem glücklichen Umstand, dass der ,,Bubble Chair" von der Decke
hängt. Wie sein Vorgänger, der ,,Ball Chair", verfügt auch der ,,Bubble Chair"
über eine beeindruckende Akustik. Er schluckt die Geräusche der Außenwelt und
verleiht dem Sitzenden im Inneren ein behagliches und beschütztes Gefühl und das
selbst an einem Ort, wo sich viele, laute Menschen befinden.
Auf der Expo 2000 in Hannover wurden elf ,,Bubble Chairs" im dort errichteten
Cyclebowl-Pavillon am Stand der Organisation ,,Der Grüne Punkt Deutschland"
aufgehängt, wo sie als kleine, individuelle Informationsräume innerhalb der
Bibliothek dienten. Auch die Norwegische Telefongesellschaft Telenor ist von den
Bubble Chairs begeistert und installierte einige der Designerstühle in der
Eingangshalle ihres Hauptsitzes in Oslo, um den Besuchern einen ruhigen,
gemütlichen Raum für ihre persönlichen Handytelefonate zu schaffen.
Auch Stars, wie die US-Schauspielerin Darryl Hannah, die italienische
Modeschöpferin Donatella Versace oder die deutsche Punkrock-Sängerin Nina Hagen,
ließen sich vom Bubble Chair begeistern und sich bei Foto-Shootings in einem der
außergewöhnlichen Stühle abfotografieren. Im Dezember 2000 konnte man sogar sexy
Model und Schauspielerin Carmen Electra in einem Bubble Chair auf dem Titelblatt
des Playboys bewundern.
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